Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 warnt der Deutsche Caritasverband gemeinsam mit der Caritas Suchthilfe vor den Risiken von Sportwetten insbesondere für junge Menschen. Vor allem in sozialen Medien besteht eine wachsende Gefahr von Suchtentwicklung und Überschuldung durch die zunehmende Präsenz von Wettangeboten.
Werbung werde häufig so gestaltet, dass sie kaum als solche erkennbar ist und eng mit sportlichen Inhalten vermischt wird. Gerade junge Nutzerinnen und Nutzer könnten dadurch unbewusst angesprochen und zu Glücksspielangeboten verleitet werden.
Bereits bei früheren Turnieren war ein deutlicher Anstieg sowohl subtiler als auch klassischer Werbung rund um Sportwetten beobachtet worden. Für die kommende Weltmeisterschaft wird ein ähnlich hoher oder sogar steigender Werbedruck erwartet.
Die Caritas und der AGJ-Fachverband fordern daher:
– strengere Alterskontrollen,
– besseren Jugendschutz,
– ein umfassendes Werbeverbot für Sportwetten sowie Prävention
Aufklärung über Risiken soll frühzeitig erfolgen und beispielsweise stärker in die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern integriert werden. Ziel ist es, Sport ohne die Gefahren problematischen Spielverhaltens weiterhin als Raum für Gemeinschaft und positives Erleben zu sichern.
Hier geht’s zum „Positionspapier zur Sportwettenwerbung im Umfeld von Sportgroßveranstaltungen“